Montag, 21. Mai 2012

Schriftsteller Carlos Fuentes verstorben

Mexikanischer Schriftsteller Carlos Fuentes
Der herausragende mexikanische Schriftsteller
Carlos Fuentes verstarb am 15. Mai 2012.
(Bildquelle: milenio.com)

Lebenswerk für die mexikanischen Literatur
 
Am 15. Mai ist Carlos Fuentes, einer der meistgelesenen mexikanischen Schriftsteller, im Alter von 83 Jahren in der Hauptstadt Mexiko-Stadt verstorben. Die Stimme des passionierten Autors ist verstummt, seine aussergewöhnlichen Werke werden für immer das mexikanische Literaturschaffen prägen - in der Literatur gibt es keine Sterblichkeit.
 
Der Weltbürger Carlos Fuentes wurde als Sohn eines Diplomaten in Panama geboren und hat seine Jugend in zahlreichen Ländern in Mittel- und Südamerika, sowie den USA verbracht. Beruflich trat er in Vaters Fussstapfen als Diplomat und lebte in verschiedenen europäischen Metropolen. Schlussendlich aber widmete er seine Zeit ganz dem Schreiben. Er beschäftigte sich in seinen Romanen, Erzählungen und Essays vor allem mit dem Alltag und der Geschichte von Mexiko.
 
Carlos Fuentes galt immer als einer der grossen lateinamerikanischen Autoren der Gegenwartsliteratur, zusammen mit dem Kolumbianer Gabriel Garcia Márquez und dem Peruaner Mario Vargas Llosa. Er wurde auch schon als Kandidat für den Literaturnobelpreis gehandelt, hat diesen jedoch im Gegensatz zu Garcia Márquez (1982) und Vargas Llosa (2010) nie erhalten. Sein Lebenswerk wurde jedoch 1987 anerkannt, als der mexikanische Schriftsteller den Premio Miguel de Cervantes überreicht bekam, den wichtigsten Literaturpreis in der Spanisch sprechenden Welt.
 

Mittwoch, 9. Mai 2012

Ruinenstadt von Teotihuacan

Ruinenstadt Teotihuacán
Ruinenstadt von Teotihuacán mit der Sonnenpyramide

Ort wo der Mensch zu Gott wird

 
Teotihuacán ist eine der eindrücklichsten archeologischen Stätte in Mexiko. Das Zentrum wurde dominiert von wundervollen Palästen, Tempel und den beiden der Sonne und dem Mond gewidmeten Pyramiden. Etwa 200 vor Christus wurde die Stadt gegründet und zählte während seiner Blütezeit bis zu 200'000 Menschen. Als die Azteken in das zentrale Hochtal von Mexiko vordrangen, war das Kultzentrum von Teotihuacán bereits verlassen worden.
 
Die herausragendsten Gebäude sind die gewaltige, etwa 65 Meter hohe Sonnenpyramide und die etwas kleinere Mondpyramide am Ende der Calzada de los Muertos, der Strasse der Toten. Zahlreiche Tempel, Wohnstrukturen der herrschenden Elite und der Palast Quetzalpapalotl säumen die langgezogene Hauptachse.
  
Teotihuacán, der Ort wo der Mensch zu Gott wird, ist zweifellos eine der Hauptattraktionen in Mexiko und unbedingt ein Besuch wert. Von Mexico City erreicht man die Ruinenstadt in etwa 1 Stunde Fahrzeit problemlos mit den öffentlichen Bussen oder man schliesst sich einer organisierten Tour an.