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Cartoon zur Korruption in Mexiko |
Interview mit Cartoonist Edgar
Seit
er nicht mehr in zwei Tageszeitungen täglich Karikaturen publiziert,
ist es ruhiger geworden um Edgar, den einfallsreichen Cartoonisten
aus der Provinzstadt Taxco in der Nähe von Mexiko-Stadt. Auch in
seinem Leben ist es ruhiger geworden. Er verbringt zwar immer noch
täglich einige Stunden in seinem Atelier, einem grossen Raum in
einem historischen Kolonialgebäude mitten in der Stadt, wo noch
andere alternative Künstler ihre Räumlichkeiten haben, doch der
ganze Druck sei weg, meint er. Trotz aller Liebe zum Job sei es doch
hektisch gewesen die ganze Pressearbeit. "Damals bekam ich am
Nachmittag einen Auftrag, ohne Idee, ohne Vorgaben, nur ein Thema, zu
dem ich etwas liefern sollte." Er
sippt genüsslich an einer übergrossen Tasse Kaffee und
erläutert: "Innert weniger Stunden musste ich die Situation
erfassen, mir etwas Karikierendes ausdenken und es dann möglichst
präzise, humorvoll mit erkennbaren Charakteren und bunten Farben zu
Paper bringen – und das meist in aufwendiger Airbrush-Technik. Das
war Spitzensport und hat mich vom Termindruck her oft an meine
Grenzen gebracht."