Samstag, 21. Juli 2012

Tauchen in der Karibik von Mexiko

Tauchen in der Karibik von Mexiko
Tauchen im Karibischen Meer auf der Halbinsel Yucatán in Mexiko
(Bildquelle: padi.com)

Tauchrevier an der mexikanischen Riviera Maya
  
An der mexikanischen Küste der Karibik, an der Riviera Maya auf der Halbinsel Yucatán, befindet sich eines der spektakulärsten Tauchgebiete der Welt. Hier entfaltet sich das grösste Riff der Nordhalbkugel, das Grosse Maya Riff. Die einmalige Unterwasserwelt ist voll von farbenprächtigen Korallengärten und vielfältigen Fischarten. Die das ganze Jahr über angenehmen Wassertemperaturen von gegen 25 Grad, sorgen für beste Bedingungen zum Tauchen und Schnorcheln. Tauchen in Mexiko erfreut sich einer grossen Beliebtheit – vom "Fluch der Karibik" gibt es kein Entkommen.
  
Tauchbasen gibt es in etlichen Strandorten entlang der Küste. Bekannt ist die Isla Mujeres mit ihren Meereshöhlen, wo sich auch Haie aufhalten und beobachten lassen. Ein beliebtes Tauchrevier befindet sich in der Bucht von Akumal, etwa eine Stunde südlich von Cancún, mit seinem kristallklaren Wasser und reichhaltiger Unterwasserflora und -fauna. Von Playa del Carmen aus gelangt man mit kurzen Bootsfahrten zu zahlreichen top Tauchspots. Die türkisfarbene Lagune von Xel-Há ist wie ein riesiges natürliches Aquarium. Das Palancar-Korallenriff vor der Insel Cozumel bietet traumhafte Tauchplätze mit Steilwänden, Tunneln und Höhlen und ist wahrscheinlich das attraktivste Tauchgebiet in ganz Mexiko und der ganzen Karibik. Oder wie wäre es mit einer Tauchexpedition zu den Wracks spanischer Galeonen vor der Küste der Riviera Maya?
  
Nicht verpassen darf man die Tauchgänge in den Cenoten. Ein Cenote ist ein Kalksteinloch, das durch den Einsturz einer Höhlendecke entstanden und mit Wasser gefüllt ist. Die Halbinsel Yucatán wird durch ein riesiges System von unterirdischen Flüssen durchzogen, welche die Cenoten verbinden. Für diese einmaligen Tauchgänge wird kein spezieller Tauchschein benötigt, so lange man sich in der Kaverne aufhält und nicht effektiv in die Unterwasserhöhlen eindringt.
  
Etliche Tauchzentren entlang der Riviera Maya betreiben auch Tauchschulen mit PADI (Professional Association of Diving Instructors) zertifizierten Kursen für jedes Können und versorgen ihre Schüler auch mit der nötigen Ausrüstung.
  

Montag, 2. Juli 2012

Enrique Peña Nieto neuer Präsident

Enrique Peña Nieto
Enrique Peña Nieto ist der neu gewählte Präsident von Mexiko

Mexikos politischer Richtungswechsel
 
Enrique Peña Nieto hat erwartungsgemäss die Präsidentenwahl in Mexiko gewonnen, mit rund 38% der Stimmen. Er wird somit am 1. Dezember 2012 die Nachfolge von Präsident Felipe Calderón übernehmen und beendet die zwölfjährige Regierungszeit des Partido Acción Nacional (PAN). Nun ist die Partido Revolucionario Institucional wieder an der Macht, diejenige Partei welche sieben Jahrzehnte als „demokratische Diktatur“ der Inbegriff für Korruption, Vetternwirtschaft, eingeschränkter Meinungsfreiheit, Unterdrückung und Wahlbetrug war. Die Mexikaner entschieden sich an diesem Wahltag, dem 1. Juli 2012, für Peña Nieto und für den Weg zurück in die Vergangenheit.
 
Der 45-jährige Anwalt Peña Nieto möchte der Partei zu einem neuen, frischen und jugendlichen Image verhelfen, er verspricht eine bessere Zukunft für Mexiko, mit einer modernen und effizienten Regierung.
   
Der härtester Widersacher von Peña Nieto, der linksgerichtete Präsidentschaftskandidat Andrés Manuel Lopez Obrador (Partido de la Revolucion Democrática, PRD) erreicht rund 32% der Stimmen.
  
Für die Niederlage der PAN und deren Kandidatin Josefina Vázquez Mota (25% Wählerstimmen), wird der anhaltende Drogenkrieg in Mexiko verantwortlich gemacht. Seit der Amtsübernahme von Felipe Calderón im Jahre 2006 hat der Konflikt und die Eskalation der Gewalt zu mehr als 50'000 Todesopfer geführt. Die mexikanischen Wähler trauten der konservativen Partei schlicht nicht mehr zu, die Drogengewalt und die soziale Ungleichheit in den Griff zu bekommen.
 

Sonntag, 17. Juni 2012

Widerstand gegen Enrique Peña Nieto

Wahlen 2012 – Mexikanischer Fruehling
    
Kurz vor den Präsidenschaftswahlen in Mexiko am 1. Juli macht sich ein erheblicher Widerstand gegen einen möglichen Wahlsieg von Enrique Peña Nieto, dem Kandidaten der Partei Partido Revolucionario Institucional (PRI) bemerkbar. Die intellektuelle Elite des Landes und die Studenten mobilisieren sich per Facebook, Twitter und anderen online Medien und rufen zu Demonstrationen gegen Enrique Peña Nieto auf. Vor einer Woche gingen so Tausende Leute auf die Strasse in Mexiko-Stadt und weiteren Städten der Republik. Die Facebook Bewegung wie zum Beispiel yosoy132 und Revolución Conciencia scharren Tausende Sympathisanten hinter sich und verschaffen sich unter anderem mit einer Kampagne von mexikanischen Kulturschaffenden wie Carlos Fuentes, Lydia Cacho,  etc.

Gael Garcia Bernal - Schauspieler
 
"Da haben wir die PRI (Partido Revolucionario Institucional), den Dinosaurier, die Regierung welche aus irgendwelchen Gründen das Land so zurückgelassen hat wie es ist. Jetzt sind sie zurück und das erscheint mir furchterregend."
Gael Garcia Bernal, Schauspieler

Carlos Fuentes - Schriftsteller
  
"Ich möchte nicht daran denken, dass Enrique Peña Nieto das Präsidentenamt übernimmt... er ist nicht bereit Präsident zu werden."
Carlos Fuentes, Schriftsteller
  

 
Lydia Cacho - Journalistin
  
"Die Frauen löscht er ganz einfach wie eine Statistik. Er zeigt kein Interesse für die Anliegen der Frauen."
Lydia Cacho, Journalistin und Aktivistin für Menschenrechte

Elena Poniatowska - Schriftstellerin
   
"Enrique Peña Nieto hat nicht das Recht das Land mit seiner Ignoranz zu versenken."
Elena Poniatowska, Journalistin und Schriftstellerin
 
  
Paco Ignacio Taibo II - Schriftsteller
  
"Enrique Peña Nieto darf nicht Präsident werden. Wir werden den Kampf aufnehmen, mit zahlreichen Kulturschaffenden."
Paco Ignacio Taibo II, Schriftsteller
  
  
Alternative Präsidentschaftskandidaten
  

Rundum ein ziemlich interessanter Fakt, dass in Mexiko die Wähler sich gegen einen Kandidaten erheben, statt durch ähnlich Aktionen sich für einen alternativen Präsidentschaftskandidaten einzusetzen. Mit Andrés Manuel Lopez Obrador hätte es durchaus einen erfahrenen Politiker aus dem linken Lager, mit unterschiedlichen Ansätzen das Land zukünftig zu regieren. Doch die Wahlumfragen räumen AMLO, wie er durch die Initialen abgekürzt genannt wird, nur eine kleine Chance ein. Die erste Frau als Präsidentschaftskandidatin, Josefina Vázquez Mota, vom Partido Acción Nacional (PAN), kommt auch nicht so richtig vom Fleck in ihrem Wahlkampf und zählt zwischenzeitlich auf weniger Stimmen als AMLO.
  
Schaffen die sozialen Netzwerke eine Art mexikanischen Frühling zu kreieren, wie das in der arabischen Welt der Fall war? Können diese Internet-Bewegungen mit Facebook und Twitter die Meinung des mexikanischen Volkes in den letzten beiden Wochen vor den Wahlen am 1. Juli doch noch kippen?
  

Samstag, 9. Juni 2012

Kandidaten Präsidentenwahl 2012

Präsidentenkandidaten für Mexiko 2012
Kandidaten im Wahlkampf um das Amt des Präsidenten in Mexiko, von links:
Enrique Peña Nieto, Josefina Vázquez Mota, Gabriel Quadri, Andrés Manuel Lopel Obrador
(Bildquelle: IFE, mexikanischeWahlbehörde)

Enrique Peña Nieto möglicher neuer Präsident
 
Adrett frisiert, schneeweisses Hemd, hochnässiger Blick und grosse Worte – so präsentiert sich der 45-jährige Enrique Peña Nieto den Mexikanern als Präsidenschaftskandidat. "Wirtschaftswachstum gekoppelt mit mehr Arbeitsplätzen, staatliche Sozialversicherung für alle, ein faires, progressives Steuersystem", mit einer ganzen Liste von Wahlversprechen bombardiert er seine Landsleute und bringt sie zum Träumen von einem besseren Mexiko. Dazu braucht er nicht mal abstrakte Programme, es scheint als glaubten ihm die Wähler jedes Wort.
  
Peña Nieto geniesst eine enorme mediale Präsenz. Er wird von vielen als Erlöser Mexikos gefeiert. Nach 12 Jahren unter den beiden Präsidenten des PAN (Partido Acción Nacional), Vicente Fox und derzeit Felipe Calderon, mit einer ernüchternden Bilanz wegen der herrschenden Korruption, Gewalt und blutigem Krieg gegen die Drogenkartelle, scheinen die Mexikaner nun klar den Kandidaten der PRI (Partido Revolucionario Institucional) zu unterstützen.
  
Den aktuellen Umfragen zu folge ist die Ausgangslage zur kommenden Präsidentenwahl ziemlich eindeutig. Enrique Peña Nieto geniesst in etwa gleich viel Zustimmung wie die beiden weiteren ernsthaften Kandidaten zusammen, namentlich Josefina Vázquez Mota (PAN) und Andrés Manuel López Obrador. Der vierte Kandidat, Gabriel Quadri, scheint zwar in den Debatten oft die beste Lösung bereit zu haben, doch liegt er abgeschlagen auf einer aussichtslos scheinenden Position. Ein absolutes Mehr ist nicht erforderlich, es gewinnt der Kandidat mit den meisten Stimmen. Mit grosser Wahrscheinlichkeit wird demnach Enrique Peña Nieto am 1. Juli den Wahlkampf für sich entscheiden und zum neuen Präsidenten von Mexiko ausgerufen.
  
Dies ist umso erstaunlicher, weil seine Partei des Partido Revolucionario Institucional das Land bis ins Jahr 2000 während 71 Jahren sehr autoritär regiert hat, unter heftigen Vorwürfen wegen Menschenrechtsverletzungen, Korruption, Misswirtschaft und Wahlbetrug. Doch Peña Nieto schwärmt von der neuen PRI, von Aufbruch und Hoffnung – purer Balsam auf die Seele der Bewohner des krisengeschüttelten Landes.

Mexikanische Wahlbehörde IFE (Instituto Federal Electoral)

Montag, 21. Mai 2012

Schriftsteller Carlos Fuentes verstorben

Mexikanischer Schriftsteller Carlos Fuentes
Der herausragende mexikanische Schriftsteller
Carlos Fuentes verstarb am 15. Mai 2012.
(Bildquelle: milenio.com)

Lebenswerk für die mexikanischen Literatur
 
Am 15. Mai ist Carlos Fuentesmit 83 Jahren in der Hauptstadt Mexiko-Stadt verstorben. Er beschäftigte sich in seinen Werken mit dem Alltag und der Geschichte von Mexiko.
 
Carlos Fuentes ist in Lateinamerika geliebt und geehrt, zusammen mit dem Kolumbianer Gabriel Garcia Márquez und dem Peruaner Mario Vargas Llosa. Sein Lebenswerk wurde 1987 anerkannt und Carlos Fuentes bekam den Premio Miguel de Cervantes zugesprochen, den wichtigsten Literaturpreis auf Spanisch.
 

Mittwoch, 9. Mai 2012

Ruinenstadt von Teotihuacan

Ruinenstadt Teotihuacán
Ruinenstadt von Teotihuacán mit der Sonnenpyramide

Ort wo der Mensch zu Gott wird

 
Teotihuacán ist eine der eindrücklichsten archeologischen Stätte in Mexiko. Das Zentrum wurde dominiert von wundervollen Palästen, Tempel und den beiden der Sonne und dem Mond gewidmeten Pyramiden. Etwa 200 vor Christus wurde die Stadt gegründet und zählte während seiner Blütezeit bis zu 200'000 Menschen. Als die Azteken in das zentrale Hochtal von Mexiko vordrangen, war das Kultzentrum von Teotihuacán bereits verlassen worden.
 
Die herausragendsten Gebäude sind die gewaltige, etwa 65 Meter hohe Sonnenpyramide und die etwas kleinere Mondpyramide am Ende der Calzada de los Muertos, der Strasse der Toten. Zahlreiche Tempel, Wohnstrukturen der herrschenden Elite und der Palast Quetzalpapalotl säumen die langgezogene Hauptachse.
  
Teotihuacán, der Ort wo der Mensch zu Gott wird, ist zweifellos eine der Hauptattraktionen in Mexiko und unbedingt ein Besuch wert. Von Mexico City erreicht man die Ruinenstadt in etwa 1 Stunde Fahrzeit problemlos mit den öffentlichen Bussen oder man schliesst sich einer organisierten Tour an.